Käufer von Geräten mit USB-C können sich einerseits über modernere, wenn nicht sogar die moderneste Technik freuen, jedoch sind sie zugleich zu bedauern. Schließlich zahlt man einen hohen Preis dafür. Nicht nur aufs Portemonnaie bezogen, sondern auch auf den Wegfall diverser Anschlüsse. USB-C heißt der neueste Anschluss, welcher alles überträgt und empfängt und das mit rund 20 Gbps oder aber via Thunderbolt 3 mit sagenhaften 40 Gbps. Doch wer hat bereits Zubehör dafür? Deshalb gibt es eine Review zum USB-C Hub

Genau diese Frage haben wir uns kürzlich gestellt, da ja das neueste #Redaktionsmitglied nur noch USB-C integriert hat. Sämtliche USB-Sticks, Festplatten und Kabel sind damit überflüssig, zumindest zunächst. Dann haben wir etwas recherchiert und siehe da, es gibt Adapter. Damit beginnt der #DongleGate auch für uns. Nach zahlreichen besuchen auf Websites diverser Stores von zig Herstellern, haben wir zwar dutzende von USB-C Hubs gefunden – jedoch waren diese teuer. Da wir darauf weder schneiden noch ähnliches, genügt also die reine Übertragung. Deshalb haben wir mal wieder nach Fernost geschaut und einen Fake bzw. nachgemachten USB-C Hub gefunden. Dieser kostet gerade mal 17 Euro und bietet viele Anschlüsse.

Doch kommen wie immer zu den Spezifikationen

  • Typ: USB-C Hub
  • Ausgang: Mittels USB 3.1 Typ C
  • Eingänge: USB-C 3.1, 2x USB3, reguläre SD Karte und MicroSD Karte
  • Größe: 9,55 x 2,5 x 1,2 cm ( l-b-t )
  • Gewicht: 35 Gramm

Ihr werdet verwundert sein, doch die Verarbeitungsqualität vom USB-C Hub in gebürsteter Aluminium-Optik ist wirklich nicht schlecht. Das Ganze wird erst etwas instabil, sobald es im USB-C Port eures Endgerätes steckt. Liegt das Gerät (Laptop) hierbei nicht auf dem Tisch, ist der Hub wirklich etwas wackelig. Einerseits liegt es daran, dass er nur in einem Port steckt und die andere Seite vom Hub etwas herunterhängt. Auf der anderen Seite wird das Gerät natürlich auch schwerer mit angesteckten Karten, Kabeln oder anderem.

Deshalb empfehlen wir zumindest an dieser Stelle bereits, stets das Laptop mit Hub nur dann zu verwenden, wenn es auf einem festen Untergrund steht. Wir hatten nicht das Gefühl, dass es abbricht oder locker wird, dennoch möchte man nicht unbedingt der Erste sein, dem ein USB-C Plug abbricht und im Laptop stecken bleibt, oder bei dem eine USB-C Buchse aus dem Laptop herausgezogen oder verbogen wird. Deshalb immer an die feste Unterlage denken, worauf der Hub aufliegt. Dann könnt ihr auch die Kabel, Karten und Co. gut einstecken und wieder herausziehen.

Der eigentliche Test

Doch selbst der beste Adapter nützt nicht viel, wenn die Übertragungsraten mies sind – oder? Genau deshalb haben wir uns mal ein paar Dateien herausgesucht und die Dateien überprüft. Wir haben hierzu vergleiche mit dem USB 3 Stick am Windows PC, als auch am Macbook Pro mittels USB-C Adapter gemacht. So können wir einigermaßen vergleichen, ob der Adapter schneller, langsamer oder gleich ist.

Hinweis: Unser Stick schafft laut unseren diversen Prüfungen auf maximal 40 MB/s beim lesen und schreiben.

Der Test mit 2GB Dateien

Versuch 1: Eine Datei mit knapp 2,1 GB vom PC auf den USB 3 Stick zu. Hier schafft unser Stick rund 22,5 MB/s. Nicht viel, nicht wenig, Mittelmaß. Beim senden dagegen kommen wir auf 37,4 MB/s. Doch was geschieht, wenn wir diesen Versuch nun mit dem USB-C Hub am Macbook Pro wiederholen? Bei MacOS ist das etwas schwerer zu messen da das System keine Übertragungsraten anzeigt, deshalb nutzen wir hierfür Blackmagic Disk Speed. Hier zeigt uns das Gerät bei voreingestellten 2GB einen Wert von 26,4 MB/s und beim lesen direkt 116,9 MB/s an. Das wurde mittels HD Tune am Windows PC überprüft aber auf diesen Wert sind wir partout nicht gekommen. Deshalb lassen wir diesen mal etwas im Raum stehen.

Der Test mit 4GB Dateien

Versuch 2: Nun haben wir eine knapp 4GB große Datei vom Windows PC auf den USB Stick kopiert. Wir haben hierbei rund 22,3 MB/s erreicht. Ebenfalls nicht die Welt aber es funktioniert. Senden wir die Datei zurück an den PC, erreichen wir rund 37,7 MB/s.  Nun testen wir das erneut doch mittels dem USB-C Hub am Macbook Pro. Wie wird es hier wohl aussehen? Via Blackmagic Disc Speed haben wir bei der eingestellten 4GB Datei 23,9 MB/s und beim lesen stolze 118,4 MB/s herausbekommen. Wie bereits beim 2 GB Test gilt, die Leseraten können zumindest am Windows PC nicht bestätigt werden.

Es zeigt sich jedoch eines, einen großen Verlust scheint es zumindest nicht zu geben, weder am Windows PC, noch am Macbook Pro, die Raten zum schreiben sind jederzeit konstant und liegen auf Augenhöhe. Das ist schon mal gut, denn damit können wir sagen – der USB Stick von uns ist nicht der beste. Doch warum testen wir nicht mit einem Stick, der wirklich die volle Geschwindigkeit hergibt? Ganz einfach, wir sind ein Magazin für Endverbraucher, sprich wir testen letztendlich mit jenen Geräten, die ihr daheim auch habt und wahrscheinlich hat nur der kleinste Teil von euch einen High-end USB 3 High Speed Stick. Deshalb!

Fazit

Die gute Nachricht ist, zum übertragen von Dateien, Bildbearbeitung und sogar Videoschnitt von kleinen nicht 4K Materialien taugt der USB-C Hub zumindest bei USB 3 Sticks vollkommen. Größere 4K Schnitte solltet ihr jedoch direkt auf der internen Festplatte machen, oder aber ein USB-C Gehäuse mit einer SATA 3 Festplatte nutzen. Ansonsten wird es nichts.

Endverbraucher, die einfach nur Daten hin und her schieben möchten, gelegentlich Backups machen und jene Dinge, werden selbst mit diesem 17 Euro USB-C Hub glücklich werden. Hardcore-User sollten tatsächlich schauen, ob man nicht 30-40 Euro mehr investieren sollte, für das Oberklassemodell. Solltet ihr also nur etwas zum übertragen suchen, könnt ihr getrost zu einem Hub greifen, der 20 Euro kostet. Diese findet ihr zuhauf auf der Aktionsplattform Ebay.

USB-C Hub

8.9

Funktionsumfang / Features

8.5/10

Aussehen / Design

9.5/10

Verarbeitung / Quality

9.0/10

Geschwindigkeit / Speed

8.3/10

Preis / Price

9.4/10

Pros

  • Preis / Price
  • Design
  • Funktionsumfang / Features

Cons

  • Übertragungsrate / Data transfer rate
  • Etwas wackelig / A little bit lose
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