Es gibt endlich mal wieder einen App Test. Für diesen Testbericht haben wir uns Valves Steam Link Beta etwas näher angesehen. Diese App gibt es sowohl für Raspberry Pi, als auch für Android. Ebenfalls für alle Varianten: Smartphones und Tablets. Ob man damit nun genauso lässig wie am Rechner zocken kann oder nicht, verrät die Review unterhalb. Viel Spaß! PS: Wir behandeln in der Review ausschließlich die Android Version.

Systemvoraussetzungen

  • Endgerät: PC mit Windows oder ein MAC mit aktuellem MacOS
  • Android Smartphone / Tablet mit mindestens Android 5.0
  • Raspberry Pi
  • DSL / Kabel mit mindestens 5 Mbit

Steam Link Beta im Alltag

Feierabend, jetzt eine Runde auf der Couch oder gar im Bett daddeln. Geht nicht? Quatsch! Geht doch! Und zwar mit der kürzlich erschienenen Steam Link App für Android / Raspberry Pi. Wie oberhalb bereits geschrieben, behandeln wir in diesem Test nur die Android Version.

Zum Beginn muss die App wie gewöhnlich heruntergeladen werden (Kostenlos) und kann anschließend installiert werden. Nun muss man seine Steam Account-Daten eingeben und eine erste Geschwindigkeitsprüfung wird durchgeführt. In unserem Test hat es sich leider ergeben, dass nach jedem Test eine komplett andere Geschwindigkeit gewählt wurde. Womöglich liegt es auch an unserem Provider bzw. Testgerät.

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Anschließend erscheint auf dem Bildschirm (in unserem Fall auf dem Tablet) das Steam Overlay. Hier kann entweder via Fingern auf dem Touchscreen oder der Maus am PC navigiert werden. Natürlich klappt es auch via Bluetooth Controller.

Habt ihr nun also eine Entscheidung getroffen und das Spiel gestartet, so erscheint der Titel nun auf dem Tablet und auf dem PC Monitor. Von nun an wird das Spiel über das Heimnetzwerk auf das mobile Endgerät gestreamt.

Erstaunlicherweise hat dieser Vorgang reibungslos geklappt. Sogar ohne große Lags. Natürlich gibt es eine kleine Verzögerung, hier ist eben die Internetgeschwindigkeit und Qualität und Art ausschlaggebend. Kabel, DSL, Satellit, LTE oder VDSL. Hat man einen hohen Ping, wie viel Geschwindigkeit liegt am Anschluss an. All jene Fragen fließen hier mit rein und beeinflussen unter Umständen das gezeigte Resultat.

Bei einer weniger guten Leitung kann man noch immer die gestreamte Auflösung verringern und auch die Qualität. Steam bietet wie gewohnt verschiedene Optionen an. Diese sind auf Performance, Grafik oder ausgeglichen getrimmt. Spielt einfach etwas mit den Settings herum, bis das Endergebnis überzeugt.

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Während unserer Spiel-Sessions in Himmelsrand (Skyrim) oder mit Lara auf Schatzsuche (Rise of the Tomb Raider) haben wir keine Abbrüche festgestellt. Es lief wie es sollte und das erstaunlich gut. Jedoch sind Spiele mit viel Text sehr mühselig. Das liegt einfach daran, dass das entsprechende Display am Endgerät nicht annähernd an die Größe eines regulären Monitors herankommt.

Pro

Das Setup und die Benutzung sind Steam typisch einfach und gehen reibungslos über die Bühne. App downloaden, initialisieren, Code eingeben und schon hat man die Steam-Oberfläche auf seinem mobilen Endgerät. In unserem Fall auf dem Tablet.

Was uns beeindruckt hat, ist, dass die App einen Vorteil bringt, welche auf den ersten Blick nicht unbedingt ersichtlich ist. So kann man beispielsweise Steam mittels Task-Manager minimieren und hat das vollständige Windows oder Mac OS, je nach eurem Computer und kann beispielsweise ein Grafikprogramm öffnen. Hat man nun einen Touch Pen, so kann man das Tablet kurzerhand als Grafiktablett missbrauchen. Eine tolle Funktion, die schon zu Zeiten der Steam Link Box am TV funktioniert hat. Sehr schön!

Sollte man kurzfristig keinen Bluetooth-Controller im Haushalt haben, so lässt sich auch mehreren Fingern auf dem Touchscreen spielen. Doch Obacht, gewisse Spiele funktionieren dann eher schlecht als recht.

Contra

Wofür benötigt man eine Spiele-Streaming-App, welche eigentlich keinen Sinn ergibt? Wer benötigt diese? Eigentlich keiner. Genau dieses Problem haben wir in unserem Test immer stärker zu spüren bekommen. Natürlich kann man am Tablet im Bett gemütlich zocken, jedoch muss, wenn man schlafen geht, Steam sowieso geschlossen und der PC heruntergefahren werden. Sprich, man muss dennoch aufstehen.

Wer nun denkt, dass man hiermit problemlos mit einem Kumpel zocken kann, der irrt gewaltig. Denn euer PC wird durch das Steam Overlay und die Anzeige des Spiels blockiert. Drückt also jemand am PC etwas oder minimiert das Spiel, so war es das auch am Tablet. Demnach können keine lokalen Multiplayer zu zweit gespielt werden.

Ebenfalls, und das fanden wir schade, erlaubt Steam weiterhin nicht, höhere Auflösungen zu streamen. Full HD ist auch im Jahr 2019 das Maximum. Selbst wenn ihr genügend Mbit/s habt.

Fazit

Keine Frage – Steam Link hält es verspricht, doch nach nun mehreren Stunden und Spielen haben wir nach wie vor keinen richtigen Verwendungszweck für diese Spiele-Streaming-App gefunden. Die App verfehlt hier unserer Meinung nach komplett ihren Sinn. Betrachtet man die App jedoch aus einem anderen Winkel, so bietet diese App eine kostenlose Möglichkeit an, um Inhalte vom Desktop auch am mobilen Endgerät anzuzeigen.

Gerade für Freunde der Bildbearbeitung oder gar Zeichner können hier eventuell auf ihre vollen kosten kommen. Mit entsprechendem Touch Pen könnte so ein Smartphone oder Tablet als ein Zeichenpad umfunktioniert werden. Demnach vergeben wir nur 5 von 10 Punkten. Die App ist leider für Spiele absolut überflüssig. Nutzt man diese anders, ist sie jedoch topp. Deshalb so ein drastischer Punktabzug. Die 5 Punkte gibt es nur, da man die App auch anderweitig nutzen kann.


Quelle:

Bildquelle Header: Google Play Store 

Steam Link (Android Beta)

Kostenlos
5

Funktionen

8.0/10

Sinn und Zweck

2.0/10

Pros

  • Ideale App um Tablet in ein Grafiktablett zu verwandeln
  • Reibungslose Inbetriebnahme
  • Streamen funktioniert prima

Cons

  • Die App ergibt keinen Sinn
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