In der heutigen Review haben wir uns eine ganz besondere Serie herausgesucht. Und zwar geht es um die kürzlich erschienene Serie auf Netflix. Diese hat den Titel Special (Ein besonderes Leben). Die Sitcom beschreibt das Leben eines jungen Heranwachsenden (Millenial), welcher nicht nur schwul ist, sondern auch zugleich eine Behinderung besitzt. Ob man diese Serie gesehen haben muss oder nicht, verraten wir Euch unterhalb.

Infos zu Staffel 1

Zugegeben, ein Thema an das sich nicht viele herantrauen oder es mit zu viel Ernsthaftigkeit angehen. Klar, keine Frage – diese Kombination muss natürlich ernsthaft betrachtet werden, jedoch will die Serie genau das nicht.

Special zeigt einen jungen Mann, der seinen Weg geht und sich den alltäglichen Schwierigkeiten stellt. Egal ob in der Liebe, in der Familie, mit Freunden oder im Job. Eigentlich unterscheidet er sich nicht großartig von den anderen, außer dass der Charakter Ryan relativ schüchtern ist und vieles neu für ihn ist.

Leider haben wir nach allen Folgen der ersten Staffel nicht eindeutig herausfinden können, woran das liegt. Ist es die Homosexualität, die Behinderung oder gar der Einfluss der Mutter und die dadurch entstandenen fehlende Selbstständigkeit? Wahrscheinlich ein kleines Zusammenspiel aus allem.

Doch wie bereits oberhalb geschrieben, versucht die Serie nicht ernst zu bleiben, sondern nimmt das Ganze mit einer ordentlichen Partie Humor. Staffel 1 besteht aus insgesamt 8 Episoden, welche maximal 25 Minuten gehen. In maximal 3,5 Stunden hat man Staffel 1 also komplett durchgeschaut. Wir können bereits jetzt sagen: Sobald man mit Folge 1 beginnt, guckt man alle 8 Folgen am Stück. Nehmt Euch also gegebenenfalls ein paar Stunden Zeit.

Doch kommen wir wieder zurück zum Inhalt der Show. Ryan hatte vor einiger Zeit einen Autounfall und seither schiebt er seine Behinderung auf jenen Unfall. Den eigentlichen Grund – Kinderlähmung, erwähnt er erst ziemlich spät in der Sitcom und leider erst, als er indirekt dazu gedrängt wird. Das finden wir nicht so gut, schließlich kann man nichts hierfür und sollte dennoch stets mit einigermaßen offenen Karten spielen.

Doch in jeder Folge zeigt er eindrucksvoll, wie gelassen er es nimmt und sich dennoch sämtlichen Herausforderungen des Alltags stellt. Gleichzeitig geht er in Folge 1 zu einer Art „Physiotherapie“ und wird indirekt motiviert, sich bei Grindr anzumelden. Zumindest läuft es darauf hinaus.

Ebenfalls beginnt Ryan zu diesem Zeitpunkt ein Praktikum in einer Firma, wo er für eine ziemliche Bissgurke (Chefin) arbeiten soll. Diese hat einen Blog und dafür müssen natürlich Beiträge erstellt werden. Zuerst nimmt sie Ryan nicht für voll und gibt ihm lächerliche Aufgaben. Doch nach kurzer Zeit soll er über seinen Unfall berichten. Dieser Artikel schlägt natürlich ein wie nichts und damit landet er einen Hit. Hierdurch hat er direkt eine Beförderung zum Schreiberling erhalten.

Auf Arbeit lernt er schnell Kollegin Kim kennen, welche ihn direkt ins Herz schließt. Sie werden sogar beste Freunde. Doch natürlich ist das nicht alles. Ryan erhält sogar von seiner Chefin einen Kuchen. Doch Kim weiß natürlich etwas mehr und somit landet dieser Kuchen wahrscheinlich in der Tonne.

Privat wohnt Ryan noch zuhause bei seiner Mutter, die sich wirklich rührend um ihn kümmert. Vielleicht sogar zu stark. Das bemerkt er auch und will eine eigene Wohnung. Bereitwillig hilft ihm seine Mutter Karen hierbei, auch wenn sie nicht davon überzeugt ist. Doch im Verlauf der Serie kommt es ihr zu gute. Schließlich lernt sie einen netten Mann kennen und macht viele Dinge mit ihm.

Aber was wäre eine Sitcom ohne Lovestory des Hauptcharakters? Richtig, nichts. Dementsprechend flirtet Ryan auf Grindr mit einem Typen, den er kurz darauf sogar auf einer Party trifft. Es dauert keine 5 Minuten bis diese dann miteinander flirten. Doch wer mehr sehen will, sollte die Serie gucken. Doch wie es in der Welt der Schwulen so ist, wird es weder der Einzige noch letzte Versuch sein, einen Kerl abzukriegen. Ihr dürft also gespannt auf Ryans Flirts und Bekanntschaften sein.

Gleichzeitig merkt er, wie egal die Behinderung den anderen ist. Eher finden sie es beeindruckend, wie er damit umgeht und den Alltag meistert und sich an allem versucht, was er sich vornimmt. Obwohl er hin und wieder etwas schwindelt zwecks seiner Behinderung und es den Autounfall schiebt. Wie oberhalb bereits betont, er besitzt eine Kinderlähmung. Diese Szenen kommen sehr gut und authentisch herüber. Good Job Netflix.

Fazit

Doch soll man sich Special nun reinziehen oder nicht? Darf man nun über lustige Momente lachen oder muss man stets ernst sein?

Keineswegs, Humor ist niemals verkehrt, solange er nicht verletzt und sich nicht auf die Person direkt bezieht. Jedem von uns ist schon mal etwas Doofes passiert und jemand hat gelacht. Das ist menschlich. Und genau das will Special auch zeigen. Nimm das Leben, wie es kommt, und mach Zitronenlimonade daraus. Deinen Weg wirst du dennoch gehen (müssen). Manchmal ist es leichter, manchmal eben etwas härter.

Wir von Technichub können die Serie durchaus empfehlen. Leider geht sie aber zumindest in Staffel 1 noch nicht tief genug. Wir hätten uns an manchen Stellen wesentlich mehr gewünscht. Wer weiß, vielleicht bekommen wir diverse fehlende Momente in Staffel 2, sofern es eine geben wird.

Letztlich vergeben wir für Special – Ein besonderes Leben 8,8 von 10 Punkten. Diese Serie kann man ohne Bedenken ansehen und auch herzhaft lachen.


Quelle:

Bildquelle:

-Header: Netflix

-Artikel- Vorschaubilder (Screenshots): YouTube User Netflix

 

Special - Staffel 1

Je nach Netflix Abo
8.8

Story u. Thematik & Ernsthaftigkeit

9.0/10

Synchronisation

9.0/10

Humor

8.5/10

Pros

  • Das Leben geht weiter, egal was man hat
  • Perfekt für einen 3,5 Stunden Marathon
  • Schauspieler passen perfekt zu den Rollen

Cons

  • Etwas mehr Hintergrundwissen wäre toll gewesen
  • 8 Folgen sind zu wenig
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