Zugegeben, Speicherkarten gibt es mittlerweile mit Unmengen an Speicher und auch in Preiskategorien, die erschwinglich sind. Doch für uns kam das nicht in Frage. Nach wie vor haben wir bzw. Redakteur Chris in seinem Note 8 eine 64GB Speicherkarte. Diese ist zudem auch für die hochauflösenden Videofiles geeignet. Mit einem Upgrade des Speichers wäre die Karte teurer geworden als eine andere Lösung. Deshalb kamen wir auf die Idee, warum nicht ebenfalls den USB Stick verbannen und direkt eine SSD hierfür zu verwenden? Dementsprechend haben wir uns etwas einfallen lassen. Viel Spaß mit dem Artikel

Benötigte Hardware

  • SSD (Wir haben uns für eine Crucial BX500 120GB entschieden – Preis: 19 Euro)
  • USB-C Gehäuse (Hier haben wir von Inateck das FE2005C gekauft – Preis: 11,89 Euro)

Hinweis: Natürlich könnt ihr auch ein reguläres USB 3.0 Gehäuse nehmen und eine andere SSD. Doch hier haben wir nach günstigen Komponenten gesucht. Schließlich dient die externe Festplatte nur als Datengrab fürs Smartphone, daher war uns der fehlende Schreibcache der SSD auch egal. Hierauf wird ja nicht gearbeitet.

Installation

Die Installation besteht normalerweise nur aus wenigen Handgriffen. SSD und Gehäuse auspacken, Festplatte in den Rahmen stecken, Kabel anstecken und ran an das Smartphone. Leider hat das bei uns nicht so funktioniert, da die BX500 ohne irgendeine Tabelle angekommen ist. Sprich, hierfür mussten wir die Platte mittels Windows einmalig formatieren damit sie am Smartphone erkannt wurde. Obacht: Android mag das exFat Dateiformat besonders, dementsprechend achtet hierauf und formatiert gegebenenfalls die Platte einmalig in dieses Format. Ohne jeden Step wollte unser Smartphone die SSD nur laden…

Sobald dieser Schritt getan ist, könnt ihr die besagte Platte mittels Gehäuse und USB-C Kabel ans Smartphone anschließen und tada – ein zusätzliches externes Speichermodul wurde gefunden. Hierauf lassen sich Files kopieren, Ordner erstellen, entfernen und mehr. Also genau jene Features, die man intern auch hat. Leider haben wir bisher noch keine Funktion entdeckt, dem Speicher am Smartphone einen anderen Namen zu geben. Das kann jetzt entweder an Android liegen, oder aber an der Samsung Oberfläche für Android, die jene Funktion nicht anzeigt bzw. ausgeklammert hat.

Nutzung

Für uns ist so eine Lösung natürlich soll, eine externe Festplatte wiegt zwar wesentlich mehr als eine Speicherkarte oder ein USB-Stick, hat aber den Vorteil, dass sie nicht so leicht verloren geht. Zudem sieht man dank der Indikator-LED ständig, ob etwas transferiert wird oder nicht. Auch können wir die Platte direkt ans Macbook Pro anschließen ohne einen Dongle. Hier hat USB-C für uns tatsächlich einen Vorteil.

Pros und Contras

Pro

Sehr gut gefällt uns, dass wir nun ein Datengrab fürs Smartphone haben, welches von der Geschwindigkeit sehr gut ist und das Gerät nicht so leicht verloren geht. Ebenfalls ist der Zusammenbau sehr einfach und binnen 5-10 Minuten erledigt. Je nach fehlender Tabelle kann es etwas länger dauern. Doch im Grund sind 10 Minuten gut bemessen. Anschließend wird von Android direkt der Stick mittels systemrelevanter Ordner automatisch angelegt. Hier hat Windows ebenfalls keine Probleme.

Auch der Preis kann sich sehen lassen. 30,89 Euro, sprich weniger als 31 Euro wurden für unsere Lösung fällig. Ein Preis der sich nicht mal so arg von einem USB-C Stick bzw. einer 128 bzw. 120GB Speicherkarte unterscheidet. Hier muss zusätzlich noch auf die Schreibrate geachtet werden, schließlich will man am Smartphone nicht ständig Speicherkarten tauschen. Sprich für 4K Videos und Co, wird eine hohe Speicherbandbreite benötigt, diese Problematik entfällt bei unserer externen SSD Lösung ebenfalls.

Contra

So eine Lösung braucht nicht jeder. Wir raten davon ab, wenn ihr nur Gelegenheitsnutzer seid, oder ihr genügend internen Speicher habt oder eine große Speicherkarte im Gerät. Ebenfalls benötigt keiner jene Lösung, wenn er nicht etwas mit viel Datentransfer macht oder Videoschnitt. Euch muss bewusst sein, es ist ein zusätzliches Gerät was mitgeschleppt werden muss bei vielen Sessions.

Fazit

Unsere zusammengebaute externe USB-C Festplatte mit SSD wird künftig ihren Einsatz finden. Das steht fest. Nicht jeder benötigt so eine Endlösung, doch jene die das tun, werden Spaß daran haben und nicht nur ihr technisches Knowhow verbessern mittels des Zusammenbaus, sondern auch wieder etwas über die Materie lernen. Unserer Meinung nach ist es völlig egal, welche SSD gekauft wird, schließlich geht es hier nur um eine Speicherlösung, hier spielt der Cache keine große Rolle. Ihr schiebt zwar auch teils 10-50GB hin und her, aber nicht in einer Datei, sondern mehreren Schnipseln. Daher könnt ihr sogar noch günstigere SSD Platten nutzen. Doch seid vorsichtig – auch hier raten wir von No-Name SSD Festplatten aus Fernost ab.

Nicht weil sie schlecht wären, sondern weil teils die Speicherchips nicht das Gelbe vom Ei sind und Garantie gibt es meistens auch nicht. Unserer Meinung nach sind knapp 31 Euro ein fairer Preis und falls etwas ist, kann man die Platte zum Hersteller bzw. Amazon schicken oder auch am PC nutzen oder für den TV. Man ist nicht an ein Endgerät gebunden. Diesen Zwang legen nur wir uns auf.

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