Vor einiger Zeit hat uns eine junge Dame Namens Emma per E-Mail kontaktiert. Sie hat sich für unsere Beiträge zwecks der LGBTQ Themen bedankt. Wir von Technichub fanden das wirklich toll. Gleichzeitig wünschte sich die Dame einen Beitrag zum Thema Cybermobbing in Verbindung mit LGBTQs. Diesem Wunsch wollen wir natürlich nachkommen und deshalb gibt es unterhalb ein paar Dinge, auf die LGBTQs aber auch jeder andere achten sollte, damit es zu keinem Cybermobbing im Internet kommt.

 

Solltet ihr noch weitere Vorschläge haben, postet Sie bitte auf unserer Facebook Seite, unserem Twitter Kanal oder unter den Instagram Fotos. Wir ergänzen diese dann, sofern sie sinnvoll und richtig sind. Doch bevor es mit den Ratschlägen losgeht, gibt es noch ein paar Fakten, damit jeder sehen kann, warum es nach wie vor wichtig ist, über das Thema „Mobbing im Internet“ zu berichten.

  • -Junge Menschen trifft es wesentlich härter als ältere Menschen. Das liegt auch mit an den Interessen, dem demografischen Wandel und der Affinität zur digitalen Technik des jeweiligen Alters. Doch wir wollen natürlich nicht verallgemeinern. Ebenfalls herrscht eine enorme Diskriminierung gegenüber älteren LGBTQs, gerade auf Datingportalen.
  • -LGBTQs sind wesentlich öfter und schlimmer davon betroffen.
  • -Selbstmordversuche können hierdurch verstärkt werden und die Selbstmordraten innerhalb der LGBTQ Community sind um ein vielfaches höher. Ebenfalls die Gefahr sich zu verletzen ist höher.
  • -Das Selbstwertgefühl sinkt drastisch.
  • -Rund 73 Prozent der Befragten gaben an, persönlich angegriffen worden zu sein wegen der geschlechtlichen Identität und der sexuellen Orientierung.
  • -50% der Befragten von wurd online bereits sexuell belästigt.
  • -Transgender-Frauen werden teils gegen ihren eigenen Willen im Internet geoutet ohne Einverständnis.
  • -Transgender-Frauen fühlen sich am wenigsten sicher laut der Befragung, dagegen fühlen sich Cisgender-Männer wesentlich sicherer.
  • -Das Thema sexuelle Orientierung scheint bei asexuellen Leuten ebenfalls im Internet ein Problem zu sein. Jene gaben an, sich am wenigsten sicher im Internet zu fühlen.

Die Befragung wurde von „VPNMentor“ durchgeführt.

Doch wir von Technichub gehen davon aus, dass diese Zahlen durchaus realistisch sind. Die LGBTQ Community wird im Internet nach wie vor tagtäglich angegriffen und schwer gemobbt. Unsere Redakteure haben hier durchaus selber damit schon zu kämpfen gehabt.

Obwohl man im Internet Dutzende neue und auch tollen Leuten trifft, mit diesen chattet, sich evtl. sogar mal trifft oder was auch immer – gibt es leider auch immer jene Menschen, die nicht über den Tellerrand schauen können und alles verurteilen, was nicht deren eigenen Vorstellungen entspricht.

Sowohl unsere Leser als auch wir von Technichub wissen, dass es hier noch einiges an Aufklärungsarbeit geben wird und geben muss. Noch haben wir das Jahrzehnt nicht erreicht, wo man sich nicht mehr outen muss, Angst um seinen Arbeitsplatz hat, vor seinen Freunden oder Angst vor der eigenen Familie haben muss. Denn sind wir mal ehrlich, wer wohnt mit 16 Jahren oder jünger schon gerne alleine und steht auf böse und beleidigende Sprüche seiner Familie? Keiner!

Hier haben wir mal ein paar Links herausgesucht, die ebenfalls mit der Thematik umgehen und aufzeigen, was geschieht, wenn es kein Umdenken gibt:

  • „Nach Mobbing in der Schule: Neunjähriger Schwuler begeht Selbstmord“:
  • „Acht von zehn LGBTQ-Jugendlichen erleben Diskriminierung“:
  • „“Diskriminierung tötet“ – Mobbing in der Schule“
  • „#MeQueer – Zehntaussende twittern zu LGBT-Feindlichkeit“

 

 

Deshalb sind in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch vermehrt Beratungsstellen für Jugendliche und auch LGBTQs in der ganzen Bundesrepublik und auch weltweit entstanden. Hier können sich jüngere Menschen hinwenden und erhalten nicht nur psychologischen Beistand, sondern die Betreuer bzw. Leute vor Ort stehen einem mit Rat und Tat zur Seite.

Ebenfalls haben Sportvereine mittlerweile begriffen, dass diese auch in gewisser Hinsicht hier eine Vorbildfunktion einnehmen müssen, ansonsten verringert sich der Nachwuchs. Genau deshalb gibt es z. B. in England die Organisation Stonewall. Diese hat mit der Aktion #RainbowLaces eine Kampagne ins Leben gerufen, die Jugendlichen und auch Erwachsenen damit aufzeigen möchte: Du bist nicht alleine – hab keine Angst, wir sind eine Community.

 

 

Obwohl viele Bürger nach wie vor damit nicht einverstanden sind, so ziehen sehr viele größere Fußballmannschaften mit. Darunter sind:

  • -Chelsea Football Club
  • -Arsenal
  • -Cheshire FA
  • -Der Fußballverband FIFA
  • und dutzende andere Teams, Organisationen oder Institutionen.

Leider tun sich in Deutschland Fußballvereine noch etwas schwer. Hier gibt es zwar mittlerweile ebenfalls Coming-outs von Spielern, Firmenbossen und Co., jedoch sind es meistens Spieler, welche die Karriere schon beendet haben und nicht aktuell auf dem Platz stehen.

Jede größere Stadt bietet diese Treffpunkte & Anlaufstellen für LGBTQs. Solltet ihr keinen in Eurem Ort haben, so fragt z. B. beim Jugendamt nach, oder schreibt uns an, wir versuchen dann gemeinsam mit Euch einen zu finden. Wir behandeln das Thema natürlich anonym. Keiner braucht Angst haben. Ihr könnt natürlich auch eine Suchmaschine nutzen und so Treffpunkte, Communities und Co. finden.

Doch natürlich wollen wir auch ein paar Ratschläge hinterlassen, damit man im Internet nicht direkt mit Idioten zu kämpfen hat:

  • -Gebt niemals auf Anhieb sensible Daten an (Vollständiger Name, Adresse, Bankdaten, etc)
  • -Sollte ein ungutes Bauchgefühl vorhanden sein, verlasst den Chat oder die Konversation lieber.
  • -Glaubt nicht alles was man Euch erzählt. Viele lassen sich hiervon blenden und dem anderen / der anderen geht es evtl. nur um eine schnelle Nummer.
  • -Nutzt Pseudonyme in Chats und Foren und niemals Vor- Nachname.
  • -Sollten Seiten erst ab 18 sein und Du jünger – lass es. Gerade im LGBTQ Bereich hat das seine Gründe.
  • -Dating-Apps: Ladet nicht sofort alle Bilder herunter, die ihr bekommt. Teils kriegt man sehr viele Genitalbilder, ohne diese überhaupt zu wollen.
  • -Ihr habt die Oberhand über die Konversation, wenn es unangenehm wird, beendet den Chat und habt kein schlechtes Gewissen.
  • -Lasst Euch nicht auf Diskussionen ein. Speziell nicht wenn Euer Gegenüber sowieso unbelehrbar ist. Hierfür entwickelt man mit der Zeit ein Gespür.
  • -Bei Unsicherheit nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und vllt. erst noch etwas abwarten bevor man sich als LGBTQ outet. Ja, das ist nicht fair und schön ebenfalls nicht. Deshalb berichten wir darüber, damit es künftig anders läuft. Doch bis dahin müssen wir darauf aufmerksam machen.
  • -Gebt Euch Zeit für das Coming-out, sowohl in der Offline- als auch Online-Welt. Sollte es sich noch nicht richtig und gut anfühlen, dann wartet noch. Ihr erkennt den Moment bzw. er wird früher oder später da sein. Es gibt keinen perfekten Zeitpunkt. (Der Spruch: Warte auf den richtigen Zeitpunkt – ist Schwachsinn, es gibt ihn nicht).
  • -Sei dir bewusst, dass dein Gegenüber evtl. dir nicht um die Arme fallen wird und vllt. ebenfalls erst Zeit benötigt um das zu verarbeiten, schließlich lernt die Person dich nun richtig kennen J
  • -Steh für das ein wie Du sein willst, auch wenn es schwer wird, begib dich aber nicht in Gefahr.
  • -Triff dich evtl. mit ein paar LGBT Jugendlichen, Erwachsenen um Meinungen auszutauschen oder gemeinsam auf einen CSD / Pride-Day zu gehen. So lernst Du viele neue coole Leute kennen und evtl. deinen künftigen Freund / künftige Freundin.
  • -Nutze die Block Funktion in sozialen Medien, um gewisse Themen zu filtern. Das heißt nicht, dass Du das für immer so machen sollst aber bis Du mit dir im reinen bist und selbstbewusst genug und damit besser umgehen kannst. Sowohl Instagram, als auch Snapchat, Facebook, Twitter, YouTube und Co. bieten Filter für Worte und Co. an.

Wo man diese Funktionen einstellt, verrät dir „VPNMentor“.

  • -Gefallen dir Hasskommentare nicht, so kannst Du diese jederzeit manuell entfernen. Keiner wird böse sein, keiner liest gerne Hasskommentare außer Idioten und bemitleidenswerte Menschen.

Es gibt noch so viele Dinge, die man beachten „kann“ oder gar soll bzw. müsste, jedoch hängt das immer von der jeweiligen Person ab. Unter folgendem Link findest Du zusätzliche Tipps zum Thema „Wie sich als LGBTQ verhalten“.

Und ganz wichtig: Bist Du noch Neuling in der Dating-Welt, informiere eine Person bei der Du geoutet bist, falls etwas ist. Schalte z.B. das GPS an wegen des Standortes oder verrate dem Bekannten die Adresse wo das Date oder seine Bleibe ist. Sei hier lieber etwas zu vorsichtig. Man lebt nur einmal! In dieser Hinsicht ignoriere den Datenschutz, es dient der eigenen Sicherheit! Du musst es dem anderen ja nicht unbedingt auf die Nase drücken ;). Oder teile das direkt dem Date-Partner/in mit, wenn er/sie dich mag, stört es ihn nicht. Ansonsten weißt Du direkt, was es mitunter für eine Person sein könnte.

Unter folgendem Link findest Du noch eine Menge anderer wichtiger Ratschläge und Tipps.

KLICK


Quellen:

VPNMentor

-Artikelbild Pride Flag: Wikipedia

-Artikelbild RainbowLaces – selber fotografiert

 

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