Über ein Jahrzehnt mussten Fans und Spieler der KH Reihe auf den finalen Teil III (3) warten. Seit ein paar Tagen ist es soweit. Kingdom Hearts III ist nun erhältlich. Sowohl für Sonys Playstation 4, als auch Microsofts Xbox One Konsole. Ob der Titel Fans glücklich macht, oder ob Disney und Square Enix in die Tonne gegriffen haben, erfahrt Ihr in unserer Review unterhalb. Viel Spaß!

Über das Spiel (inklusive einer kleinen Zusammenfassung der Geschehnisse)

Da wir von Technichub nicht allzu viel ausplaudern möchten, gibt es nur ein paar Sätze zum Spielverlauf. Da das Kingdom Hearts Universum aus vielen Spielen besteht die auf diversen Konsolen und Handhelds ihren Release gefeiert haben, befassen wir uns in der Review vermehrt mit den Hauptspielen I-III.

Konkret geht es um einen jungen Mann namens Sora. Dieser ist gerne mit seinen Freunden Riku und Kairi während der Sommerferien auf einer kleinen Insel. Diese hört auf den schönen Namen Destiny Island. Dort hat der Trupp nicht nur Spaß, sondern wird eines Tages auch angegriffen. Hier muss sich Sora nun ihren Ängsten stellen und gegen die Dunkelheit kämpfen. Die Freunde wurden in die Dunkelheit gezogen und die gilt es nun zu befreien. Hierfür wird der Hauptcharakter Sora in eine andere Dimension teleportiert und wacht in einem kleinen Örtchen Namens Traverse Town auf. Nach kurzer Zeit trifft er hier auf seine künftigen Begleiter, Donald und Goofy. Jene sind von König Mickey abgestellt, um die Bösewichte in dieser anderen Welt / Dimension zu bekämpfen. Fortan kämpft das Trio Seite an Seite, um Bösewichte zu besiegen. Hierbei werden verschiedene Welten bereist, Schattenwesen oder aber auch andere Bösewichte und Mitglieder einer ominösen Organisation XIII bekämpft und letztlich besiegt.

Kommen wir nun zu KH III

In Kingdom Hearts III geht es um die Weitererzählung der Geschichte des Schlüsselschwerthüters. Sora hat leider in einer Prüfung relativ schlecht abgeschnitten und so einen Teil seiner Kräfte und Fähigkeiten verloren. Diese Skills muss er nun erneut erlangen, um die finale Schlacht zu führen. Schließlich hat sich eine weitere Heldin Namens Tera in die Schattenwelt begeben, um einen Freund zu retten. Doch von Tera hört man nichts mehr. Demnach benötigt Sora sämtliche Kräfte und Fähigkeiten, um das Böse letztlich doch noch zu besiegen und um Tera zu befreien. Ob das gelingt, erfahrt Ihr beim durchzocken. Mehr storyrelevante Inhalte verraten wir nicht.

Im dritten Teil bereisen Sora, Donald und Goofy wieder viele neue und auch altbekannte Welten. Neue Disney-Charaktere tauchen auf, ebenfalls wie bereits getroffene aus früheren Teilen.

Technik und Grafik

Die Technik hat sich im Gegensatz zu den Vorgängern enorm verbessert. Menüs und auch das Interface (UI) sehen um ein vielfaches besser aus und sind dynamischer geworden. Dank des Schwenks auf eine neuere Engine, sind sehr schöne Grafiksprünge und auch Animationen zu erkennen. Dies hat natürlich auch einen Preis. Eure Festplatte sollte einige Gigabyte an freien Speicher besitzen.

Gesagt werden muss aber auch, dass das Spiel zwischen den Kapiteln und manchen Events sehr lange Ladezeiten mit sich bringt. Das klingt im ersten Moment zwar eher schlecht, doch ist es das keineswegs. Da die Welten sehr groß sind und Kingdom Hearts III viele Sequenzen mit sich bringt, kann der Großteil ohne Ladezeiten genossen werden. Dementsprechend sind längere Ladezeiten zum Beginn einer längeren Session durchaus vertretbar und fördern letztlich auch den Flow, da es zu keinen Zwangspausen kommt. Okay – die Sequenzen können sich ziehen und teils sind einige hintereinander.

Zusätzlich dazu ist das Spiel ebenfalls für die PS4 Pro und Xbox One X optimiert. Sprich – habt ihr ein Modell der beiden Modelle, habt ihr die Möglichkeit eine höhere Auflösung zu erzielen oder 60 FPS zu erhalten. Diese Einstellung könnt Ihr in den Einstellungen des Spiels vornehmen.

Doch keine Sorge, selbst auf den regulären Modellen (PS4 und Xbox One), sieht das Spiel weiterhin gut aus und die Konsolen drehen lüftertechnisch nicht zu arg auf. Ebenfalls ist das Spiel zum Großteil ohne große Ruckler zu genießen.

Soundtrack

Wer die vorherigen Titel, egal ob es auf einer PS Vita, einem Nintendo 3DS, oder einer Playstation 2 oder Playstation 3 gespielt hat, kann sagen, der Soundtrack war und ist hervorragend. Auch Teil 3 schließt sich diesem Status an. Wie auch in den Vorgängern, leistet Hikaru Utada einen phänomenalen Job. Man kann sogar sagen, der Soundtrack alleine ist schon eine Pracht.

Das ganze wird natürlich unterstützt durch die verschiedenen Welten, die man in Kingdom Hearts 3 bereist. Hier hört man natürlich wieder viele bekannte Lieder aus seiner Kindheit oder Jugendzeit. Ebenfalls wurden bestimmte Melodien aus den vorherigen Teilen aufgefrischt und verleihen den Kämpfen den Bums, den sie brauchen.

Gameplay

Wie auch in den Vorgängern hat man zum Großteil eine Open World, die man munter erkunden kann. Es gibt zwar gewisse Parts wo man für kurze Zeit nur einen Schlauch zum rumlaufen hat, jedoch sind diese Sequenzen relativ schnell vorbei. Ein gutes Beispiel hierfür wäre die Welt von Corona, wo man einen Disney Charakter treffen soll. Erst wenn diese Interaktion abgelaufen ist, kann man sich wieder frei bewegen. Aber ansonsten kann man sich ziemlich gut in der Welt bewegen. Dank der neuen Bewegungsmöglichkeiten, kann man Wände hochlaufen oder gar an Säulen schwingen oder auch an Ästen und mehr. Hierdurch wirkt das Spiel viel dynamischer.

Unserer Meinung nach ist das Balancing und Leveling jedoch weniger gut umgesetzt worden. Für Kingdom Hearts Spieler ist die Stufe Normal definitiv zu einfach. Hier empfehlen wir den Profi Modus. Ebenfalls levelt man viel zu schnell, was aber auch kein Wunder ist anhand der Massen von Gegnern. Obwohl das KH typisch ist, fühlt es sich viel zu leicht an. Das Spiel wurde auch sehr für Casuals entwickelt. Das sticht hier enorm heraus. Beispielsweise die Lebensanzeige, die bei Level 12 schon so groß ist, wie in Teil 1 oder 2 wo man auf Level +- 40 war.

Man muss aber auch sagen, dass die neuen “Beschwörungen” sehr viel her machen und grafisch mehr als beeindruckend sind.

 

Pro

Das Spiel macht von Beginn an Spaß. Sobald der Titel installiert ist, und man den Startknopf gedrückt hat – kann man perfekt in das Kingdom Hearts Universum eintauchen. Spieler werden zu Beginn nochmals mittels Sequenzen an frühere Geschichten erinnert und kommen prima in die Stimmung. Neulinge kriegen direkt eine Zusammenfassung. Square Enix und Disney haben vollkommen recht – das Spielen der vorherigen Teile ist nicht nötig. Dennoch solltet ihr die Titel spielen, entweder zuvor oder danach, ihr verpasst sonst sehr vieles. Beispielsweise den Humor.

Ebenfalls wie erwartet ist die Spielzeit. Die reine Story kriegen Spieler je nach Skills in +- 40 Stunden durch. Solltet ihr jedoch ordentlich leveln wollen, so können es auch mal 65 Stunden werden. Es kommt ganz drauf an, wie der Spieler sich hinter dem Controller anstellt und auf welches Ziel er hinaus will.

Contra

Immerhin haben wir nun eine Antwort darauf erhalten, wie das Spiel letztlich auf ca. 80-100 Stunden kommt, die vor einiger Zeit angegeben worden sind. Das Spiel bietet so viele Möglichkeiten, die nichts mehr mit der Story zu tun haben. Hier eine Sidequest, da muss man Zutaten für den kleinen Chef einsammeln, dort darf man Fotos und Selfies machen. Wir nennen es: Streckung der Spielzeit. Zum Glück sind diese Parts ebenfalls optional.

Klar, Dinge neben der Hauptmission sind schön und auch erfrischend, doch wenn diese genauso viel Zeit in Anspruch nehmen wie das eigentliche Spiel – dann läuft etwas mehr als nur falsch. Wir gehen deshalb so kritisch mit dieser Situation ins Gericht, da das Spiel nun über 10 Jahre beim Publisher zur Entwicklung und Umsetzung war. Selbst zu damaligen Zeiten haben Spiele vermehrt mit der Story geglänzt und nicht mittels Spielzeitstreckung. Das ist eher ein negativer Beigeschmack der letzten 2-4 Jahre.

Doch eine Sache grenzt für uns an eine wirkliche Unverschämtheit. Vor einiger Zeit erschien Kingdom Hearts 2.8. Diese Box enthielt weitere Titel der Handhelds und den Prolog für Kingdom Hearts 3. Dieser Prolog fehlt im Spiel. Wer ihn zocken möchte, muss einen weiteren Titel bzw. diese Box kaufen. Klar, man kommt auch prima ohne das Spiel durch KH III, doch natürlich gleichen ein paar Minuten Sequenzen keine mehrstündige Single-Kampagne jener Person aus, die man dann 40-50 Stunden im Hauptspiel sucht. Ja, zum damaligen Release von 2.8 galt dieser Prolog als „Grafikdemo“ für den kommenden Titel, doch jene 3-4 Stunden fehlen, zumindest ist das die Meinung unserer Redaktion. Ihr könnt uns gerne mitteilen, wie Ihr das empfindet.

Fazit

Kingdom Hearts 3 ist durchaus das Spiel, welches sich Fans gewünscht haben. Logisch, sie mussten ja auch lange genug darauf warten. Weder haben Square Enix noch Disney die Community enttäuscht. Erneut wurde der Charme diverser Welten und Charaktere sehr gut umgesetzt. Trotz unserer vielen Kritikpunkte ist es ein sehr solides Spiel. Demnach bekommt der Titel von uns 8.5 von 10 Punkten.


Quellen:

-Bildquelle Header Banner: kingdomhearts.com

Kingdom Hearts III

0.00
8.5

Story

8.4/10

Grafik

8.7/10

Soundtrack

8.5/10

Performance

8.5/10

Pros

  • Tolle Story
  • Schöne Grafik
  • Kindheitserinnerungen
  • Soundtrack

Cons

  • Etwas zu einfach
  • Prolog ist in einer anderen Version und muss zusätzlich gekauft werden wenn man diesen spielen und sehen möchte
  • Spielzeit wird verlängert durch Unmengen an Nebensmissionen
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