Heute haben wir etwas Tolles für Euch auf Technichub.de. Und zwar hat sich unsere Redaktion die letzten Wochen vermehrt mit VR (Virtual Reality) und einem VR Headset beschäftigt. Hierfür hat uns unser neuer Kooperationspartner Hi-Shock das Virtual Reality Shark X4 Geschenkset zukommen lassen. Vielen Dank nochmals hierfür. Ob man damit wirklich dem Alltag entfliehen kann, um entspannt ins Wochenende zu kommen oder nicht, erfahrt ihr in unserem Test. Viel Spaß mit dem Artikel.

Technische Daten

  • -Modell: VR-Shark X4 Geschenkset
  • -Kompatibel mit iOS und Android
  • -Smartphones von 4,7 – 6,1 Zoll / Das Smartphone muss einen Gyroskop-Sensor haben
  • -Gewicht: 410 Gramm
  • -Field of View: 120°
  • -Material: verstärktes PC, ABS
  • -Preis: 54,90€ + Versandkosten (Webshop) / 43,90€ (Amazon)

Lieferumfang

  • -Virtual Reality Headset: VR Shark X4
  • -Bluetooth Gamepad,
  • -Hardcase
  • -Bedienungsanleitung
  • -8 QR Codes

 

Und hier gibt es ein schönes kleines Unboxing in 8K

(Achtung: Ihr werdet auf YouTube weitergeleitet. Dort müsst Ihr wahrscheinlich den Google Cookies zustimmen)

Einrichtung

Zugegeben, die Einrichtung ist auf den ersten Blick relativ einfach. Smartphone einlegen und loslegen, oder? Nein, so easy ist es dann doch nicht. Damit ihr in den Genuss von 3D / Virtual Reality kommt, benötigt euer Smartphone natürlich entsprechendes Futter. Mittlerweile gibt es dutzende Quellen hierfür. Hi-Shock gibt ebenfalls mehrere Beispiele auf der Homepage mit an: Hierzu können folgende Apps, bzw. Tools / Videos genutzt werden: Google Cardboard, Cmoar VR Cinema App (Demo oder 5,99€), VR Games, Trinus VR App oder aber auch die YouTube App für 360° Videos, oder gar andere 3D Videos, falls ihr welche habt. Jene Apps sind übrigens zum Großteil kostenlos in den jeweiligen App-Stores vorzufinden. Einfach anklicken, kaufen / herunterladen und öffnen.

Doch etwas hat uns sehr irritiert. In der beiliegenden Bedienungsanleitung gibt es jeweils einen QR Code für Android u. iOS. Cardboard benötigt diesen QR Schnipsel beispielsweise zur Initialisierung. Soweit so gut, doch der Android QR Code konnte bei uns nicht gelesen werden. Dagegen hat die Android Cardboard App den iOS Cardboard QR Code akzeptiert. Solltet ihr also am Anfang ebenfalls einen Fehler kriegen, nutzt das Quadrat für iOS Endgeräte, damit klappt es.

Auf die Plätze, fertig, los – abtauchen in eine andere Welt

Sobald Ihr euch also für eine entsprechende App oder ein entsprechendes Spiel / Video entschieden habt oder direkt mehrere, kann es auch schon losgehen. Smartphone vorne einlegen, App starten und dann nur noch kurz das VR Headset Konfigurieren. Hierzu gibt es mehrere Einstellmöglichkeiten.

Ihr könnt mitunter ihr den Weitwinkel (Field of View) anpassen. Eine prima Funktion, um das Gerät auf Euer Smartphone abzustimmen. Aber auch die Entfernung lässt sich modifizieren. Das ist sehr gut, denn damit könnt ihr die Schärfe anpassen und zudem das Display eures Smartphones indirekt „kalibrieren“. So werden Inhalte dann klar und deutlich angezeigt.

Obacht, Eure Augen

Doch es gibt einen Punkt, den wollten wir aus gesundheitlichen Gründen erwähnen. Für unseren Test haben wir das Samsung Note 4 verwendet. Dieses bietet eine Displayauflösung von 2560×1440 Pixeln. So schön die Auflösung auch klingen mag, Ihr werdet in diversen Apps bzw. Programmen einzelne Pixel erkennen und davon nicht zu wenige. Cardboard mitunter war so ein Härtefall. Mittels StreetView war es wirklich mehr Pixel zählen als Genuss. Erwartet hier außerdem nicht den Detailgrad der Desktop-Version. Das kriegt die Applikation zur jetzigen Zeit bei weiten nicht hin. Es erinnert etwas an frühere Playstation 1 Spiele.

Deshalb weißen wir darauf hin, am besten keine geringere Auflösung zu nehmen. Hierfür kann natürlich das VR Headset nichts, aber wir wollten es einfach erwähnt haben. Schließlich hat jeder im besten Fall nur 2 Augen und sollte auf diese gut aufpassen. Ebenfalls werden Brillenträger nicht erfreut sein, mit einer aufgesetzten Brille sitzt das Headset nicht gut auf dem Kopf – bzw. gar nicht, hierzu muss die Brille eigentlich abgesetzt werden. In unserem Test war es jedoch so, dass das absetzen der Brille recht schnell Kopfschmerzen und Übelkeit verursacht hat. Das Leid eines Brillenträgers eben… Ebenfalls kann hier das Headset nichts dafür, aber Brillenträgern, die sich ohne Brille schwertun, raten wir vom Kauf ab.

Spielen, Filme gucken oder über den Planeten fliegen

Dank des beigelegten Bluetooth Controllers könnt ihr wesentlich mehr machen als nur dumm auf dem Sofa zu sitzen und den Kopf zu bewegen. So habt Ihr die Möglichkeit, euer Gerät mit dem Controller zu steuern oder aber auch zu daddeln. Es gibt mittlerweile zig Apps welche „kleine“ VR Spiele anbieten. Wer also gerne mal mit VR-Dinos, Achterbahnen, Zombies und Co hantieren möchte, wird recht schnell in den jeweiligen App-Stores fündig. Diese Apps sind auch kostenlos. Aber auch das navigieren ist recht einfach. Einfach das Schiebepad bewegen und die entsprechende Taste drücken, schon geht es weiter. Es ist wirklich sehr angenehm so durch verschiedene Apps bzw. Menüs zu kommen.

(Screenshot Quelle: https://play.google.com/store/search?q=VR)

Ohne Controller dagegen wird es schwer, ihr müsst gefühlt alle paar Sekunden das Smartphone aus der VR-Brille nehmen. Deshalb empfehlen wir Euch unbedingt, den Controller vor der ersten Nutzung mit eurem Smartphone zu koppeln. Dank diverser Modi könnt ihr den Controller als reinen Gaming-Controller nutzen oder aber als „Maus“ bzw. Fingerersatz. Je nach Tastenkombination wählt ihr das auch. Aber auch iOS Geräte haben ihren eigenen Modus oder gar Nintendo Switch Besitzer. Das finden wir sehr schön, dass man hier diverse Modi eingebaut hat. So hat jeder etwas davon und keiner wird ausgeschlossen. Doch bezüglich der Nintendo Switch dient der Controller eher als zusätzlicher Joystick, denn die Switch passt nicht in die 3D Brille.Versucht es also gar nicht erst.

Eigentlich wollten wir Euch ein Video zur Verfügung stellen wie das in Wirklichkeit funktioniert, doch wenn wir nur die App aufzeichnen, habt ihr wenig davon und wie man einen Kopf bewegt, wisst ihr ebenfalls. Wichtig ist einfach, Euer Endgerät (Smartphone) benötigt einen Gyroskop-Sensor um die Bewegungen zu erkennen. Aktuelle Geräte haben diesen eigentlich immer integriert. Um zu überprüfen ob Ihr jenen Sensor habt, könnt ihr beispielsweise mittels Google Maps schauen, ob sich der blaue Pfeil bewegt, wenn ihr Euch, bzw. das Smartphone dreht.

App-Tipp

Während unserer Reise in die 3D / VR Welten haben wir mit verschiedenen Apps und Inhalten herumgespielt. Nicht nur für den Test, sondern auch um die Neugierde zu befriedigen. Irgendwann haben wir dann die ARTE-VR App entdeckt. Wir sind nun so frech und sagen, diese App ist eine Pflicht-App für jeden VR-Headset Nutzer. Wollt ihr euch nicht nur berieseln lassen, sondern auch Kultur genießen und etwas lernen – findet ihr mit dieser App ein richtiges Highlight. Und nein, wir werden nicht von Arte bezahlt. Wir sind einfach ehrlich. Doch wahrscheinlich findet ihr jene Clips auch auf YouTube. An den Bluetooth-Controller, fertig, los!

(Screenshot Quelle: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.deepinc.arte360)

Pro

Was uns gut gefallen hat ist die Anzahl an Einstellungen, die man vornehmen kann. Sei es für den Tragekomfort mittels dem Klett zum Anpassen an die Kopfform, oder aber auch die Rädchen, Knöpfe und die Lautstärkewippe. Hier hat jemand bei Gestaltung des Produktes nachgedacht. Das finden wir spitze. Ebenfalls der OK Knopf unterhalb der quasi euren Finger ersetzt, wenn das Smartphone im Case ist.

Außerdem finden wir den Controller, der im Set enthalten ist sehr nett. Hiermit kann man tatsächlich während der Nutzung des Headsets die Spiele zocken oder gar durch das Smartphone navigieren. Dank der verschiedenen Modi ist der Controller auch ideal zum Navigieren. Zusätzlich liegt er erstaunlich gut in der Hand für seine Größe. Die Joysticks erinnern sehr stark an die aktuellen Schiebepads von Nintendo. Beim nicht hinsehen fühlt man quasi das Schiebepad eines New3DS. Das finden wir sehr schön denn es ist präziser und man rutscht seltener ab.

Contra

Leider können wir unser aktuelles Note 8 nicht testen, da das Display zu groß ist, gleiches gilt für alle Geräte mit einem Display über 6,1 Zoll. Ein Großteil der neueren Geräte fliegt also raus – gerade jene, die eine höhere Displayauflösung haben. Hier hätte man durchaus noch einen weiteren Hebel einbauen können um den Rahmen zum Einsetzen der Smartphones zu vergrößern.

Ebenfalls fanden wir das Gewicht am Kopf nicht gerade bequem. Den Kopf hat es uns durchaus ein paar Mal nach unten gezogen. Das war ein sehr unschönes Gefühl und eine längere Nutzung erwies sich als nicht komfortabel.

Fazit

Das Gehäuse ist solide verarbeitet, liegt angenehm auf dem Kopf und das Gerät erhält beim einschieben und herausziehen keine Kratzer. Sämtliche Ecken sind gummiert – sehr gut! Ebenfalls gibt es viele Einstellungsmöglichkeiten, um das VR Headset ideal zu konfigurieren. Aber auch der Preis kann sich sehen lassen. Zwischen 43-60€ inkl. Controller sind in Ordnung für die Qualität. Zusätzlich hierzu könnt ihr direkt loslegen ohne vorher großartig etwas einstellen zu müssen. Smartphone rein, App starten und genießen. Doch ebenfalls müssen wir zugeben, dass eine längere Nutzung mit der Zeit eher anstrengend anstatt schöner wird. Das Problem jedoch liegt nicht am VR Headset, sondern eher an den Auflösungen der Endgeräte und dem Gewicht der jeweiligen Smartphones. Diese machen das Produkt um ein ganzes Stückchen schwerer und damit schwindet der Tragekomfort. Ebenfalls das Problem mit den Pixeln was wieder kein Problem des VR Headsets ist, sondern vom Endgerät. Doch letztlich hängen beide Dinge auch wieder indirekt zusammen, schließlich gibt es kein VR ohne Smartphone und ein VR Headset ohne Smartphone ist auch unnütz. Deshalb sprechen wir diese Dinge bewusst an.

Eigentlich müssten wir nur die Verarbeitungsqualität, das Handling und den Tragekomfort des reinen Shark X4 testen, denn alles andere ist auf das jeweilige Smartphone zurückzuführen. Doch damit wäre ein Test obsolet. Deshalb schildern wir euch unsere Eindrücke und wo wir denken, dass sich das VR Headset perfekt für eignet. Kurz gesagt: es ist unheimlich toll, mittels des Headsets über den Kontinent zu fliegen, Städte in VR zu betrachten, 3D Clips zu gucken oder aber auch andere VR Inhalte wie Spiele oder gar Programme zu nutzen. Man fühlt sich einfach so, als ob man im jeweiligen Film, Spiel und Co. wäre. Ideal um mal 30 Minuten der Wirklichkeit zu entfliehen. Das VR Headset zeigt hier sämtliche Inhalte korrekt an und Schärfe, Entfernung und Co. lassen sich prima auf die jeweiligen Bedürfnisse des Endverbrauchers einstellen.

Für gelegentliche Nutzung und kleine Minispiele sicherlich ein tolles Gadget was in keinem Haushalt fehlen sollte, doch für längere Filme, oder große Spiel die am Stück gezockt werden wollen – Finger weg. Euer Smartphone, welches wahrscheinlich keine höhere Auflösung besitzt, wird euch Kopfschmerzen bereiten. Unserer Meinung nach sollte wirklich ein echtes 4K Display am Smartphone vorliegen. Zumindest für Spiele und Co. Videos kann man etwas beeinflussen, indem man die Auflösung z.B. auf 2160p stellt. Doch das Gerät wird hierbei sehr warm und der Akku geht schnell in die Knie. Jene Problematik gab es damals übrigens auch bei der ersten Oculus Rift VR Brille, da war die zu geringe Auflösung ebenfalls ein großer Kritikpunkt. Aus diesem Grund geben wir dem VR Headset konstante 7.8 von 10 Punkten. Wofür es geschaffen ist, macht es prima, der Rest ist von Eurem Smartphone abhängig, kann aber ggf. die Stimmung herunterziehen, wenn ihr nicht unbedingt ein High-Class Smartphone habt. Letztlich müssen wir das aber auch mit einfließen lassen, da Ihr ohne Smartphone mit der Brille nichts anfangen könnt. Daher ein kleiner Rat: Bei günstigen Smartphones: schaut euch das Display an und die Größe inkl. ppi / bei Top-Smartphones: achtet auf die Größe, ab 6,1 Zoll ist das Gerät überfordert.

Long story short: Für den Spaß zwischendurch sehr gut, einen Kinoabend damit würden wir nicht empfehlen. Falls ihr also nur gelegentlich abtauchen wollt für ein paar Minuten – prima: unbedingt kaufen da es derbe viel Spaß macht und auch die Motorik in gewisser Hinsicht fördert – längere Filme solltet ihr weiterhin im Kino oder auf eurem großen TV mit 3D Funktion genießen.  Oder aber auf der Kirmes in 5D Räumen. Vielen Dank nochmals an die Firma Hi-Shock für die Bereitstellung der VR Brille “VR Shark X4 als Geschenkset”.

Hi-Shock VR Shark X4 Geschenkset

7.8

Design / Gewicht

6.9/10

Einstellmöglichkeiten

7.9/10

Verarbeitung / Quality

7.9/10

Preis

8.4/10

Pros

  • Viele Einstellungsmöglichkeiten
  • Sitzt gut und liegt gut an
  • Gute Qulität zum fairen Preis
  • Inklusive Bluetooth-Controller

Cons

  • Mit Smartphone recht schwer
  • Nicht für Brillenträger geeignet
  • Könnte Kopfschmerzen verursachen
  • Nur für bestimmte Smartphones geeignet
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