Ägypten, wer kennt das Land nicht mit seinen Pyramiden, Pharaonen, Wüsten und Kamelen. Das Land hat neben seinen schönen Seiten jedoch auch einige böse. Gerade in der Vergangenheit. Sklaverei, Folter, Mord und Totschlag standen auf der Tagesordnung. Ubisoft hat sich für den neuesten Assassin’s Creed Ableger ein sehr komplexes Areal vorgenommen. Ob der Durchbruch hierbei gelungen ist oder nicht, erfahrt ihr unterhalb. Viel Spaß!

Über das Spiel (Story)

Wir schreiben das Zeitalter der #Pyramiden im alten #Ägypten vor Christus. Eine Bedrohung scheint bevorzustehen, sie liegt förmlich in der Welt. Im neuesten Assassin’s Creed Teil, welcher auf den Namen Origins hört, verschlägt es dich als Spieler in jenes Land, um endlich für Frieden zu sorgen. Ob das gelingt oder nicht, musst du natürlich herausfinden, indem du den Titel spielst. Ein gewagtes Zeitalter hat sich Ubisoft dabei herausgesucht, denn die Zeit der Pharaonen und Mythen ist lange, sie umfasst rund 4000 Jahre. Doch das Spiel ist wie gesagt in einer Zeit angesiedelt, wo die Namen Kleopatra und Julius Caesar genügt haben, um Schrecken zu verursachen.

Zugegeben, es gab dutzende Gerüchte in den letzten zwei Jahren, dass der Publisher alles verändert hat. Eigentlich nur logisch, da die beiden vorherigen Teile teils schlecht bis durchschnittlich waren. Es musste also etwas geschehen. Deshalb hat man für Origins tief in die Ideenkiste gegriffen und sich am Markt orientiert, was gut ist und auch gut ankommt. Herausgekommen ist ein Assassin’s Creed, welches Spieler – die von Beginn an dabei sind, zuerst nicht wieder erkennen. Doch das muss nicht schlecht sein.

Logisch, etwas Eingewöhnungszeit muss man sich geben, da wirklich alles anders ist, angefangen beim HUD am Bildschirm. Es erinnert sehr stark an #RPGs u. #MMOs. Ihr habt nun keine konstante Lebensanzeige mehr, nur noch dann, wenn ihr euch verletzt oder im Kampf steckt. Diese zeigt sich nun in Form eines Balken am unteren Bildschirmrand in der Mitte. Unauffällig aber aussagekräftig. Neu dazugekommen ist ein Kompass in der Mitte des oberen Bildschirmrandes. Es erinnert tatsächlich stark an #Skyrim oder Far Cry 3 u. 4.

Ebenfalls neu ist das Kampfsystem. Hier ist wirklich alles neu, sei es die Tastenbelegung oder gar Möglichkeiten zum interagieren. Es gibt nun Schilde zum verteidigen oder Doppelbelegungen für verschiedene Waffen. Interessant hierbei ist, dass ihr nun mehrere Waffen und Co mit euch herumtragen könne, ok das ging bereits vorher auch einigermaßen, jedoch müsst ihr nun darauf achten, was ihr wann und vor allem wo ausrüstet. Manche Waffen sind sehr schnell aber weniger effektiv, andere dagegen, sperrig schwer und machen viel Schaden. Es kommt wirklich immer auf eure Aktion aus, die ihr ausführen möchtet. Regelmäßiges upgraden der Waffen und der ausgerüsteten Gegenstände schadet nicht, denn eure Gegner werden auch stärker.

Neu ist ebenfalls, dass ihr nun einen wirklich gigantischen Skillbaum habt, der tatsächlich viele XPs erfordert um ihn komplett zu füllen

Es gibt so viele Optionen, ihr könnt die Zeit modifizieren und beschleunigen, oder aber eure Fähigkeiten verbessern. Heilung im Kampf, Pfeile einsammeln während diese im Schild stecken und und und. Es gibt dutzende Möglichkeiten. Doch eines sei gesagt, ihr benötigt natürlich nicht alle, um das Spiel abzuschließen. Fans der Reihe werden dies jedoch zu aller Wahrscheinlichkeit nach tun, einfach um das Spiel komplett durchzuspielen. Ein Videospiel mit viel Inhalt.

Eine weitere große Neuerung ist, dass es wieder Erfahrungspunkte gibt. Okay gut, diese gab es bereits in Syndicate aber dort waren sie noch nicht so wichtig wie jetzt in #Origins. Ohne XPs geht nämlich nichts in dem Spiel. Die gute Nachricht hierbei ist, es gibt sie für wirklich alles. Ihr entdeckt einen neuen Ort, ihr erhaltet Punkte, ihr schließt eine Haupt- oder Nebenquest ab, es gibt wieder welche. Ein Level-Up in den ersten Stunden ist wirklich sehr schnell erreicht und benötigt tatsächlich nur Minuten. Im Laufe des Spieles wird dies jedoch etwas schwerer, was gut so ist. Doch natürlich steigen auch die Erfahrungspunkte mit den Missionen, sodass es sich ausgleicht und unserer Meinung nach ein gutes Gleichgewicht herrscht.

Doch kommen wir nun zur Story, denn daran schwächelte die Serie in den letzten Jahren massiv. Klar war #Syndicate wieder besser als #Unity, jedoch war es eher ein „wir sind an etwas dran und auf einem Weg“ – deshalb betrachten wir es als neutral. Origins steigt weit darüber ein. Endlich wieder eine Story und Charaktere, denen man gerne zuhört, Missionen erfüllt und tatsächlich mitfiebern kann. Es kommt freilich nicht an die Ezio Saga ran, das geht auch gar nicht, aber #Ubisoft baut etwas Neues auf und findet sich wieder und holt seine Fans erneut ab nach Jahren der Experimente.

Wie in jedem AC Teil, spielt auch im diesjährigen Ableger die Geschichte wieder eine große Rolle. Teils hat man den Charakteren echt gute Storys und Hintergründe gegeben, teils sind die vorhandenen Persönlichkeiten im Spiel wirklich faszinierend. Wir würden sogar soweit gehen und sagen, so kann man sich diese Zeit tatsächlich vorstellen. Persönlichkeiten wie die Dame des Schreckens Kleopatra, oder einer der bekanntesten Römer Julius Caesar kommen vor und erhalten einen Strang in der Geschichte. Logisch, ging es doch damals um Machtkämpfe und Gebietszuweisungen – die Mutter des Krieges und jener Schlachten, wofür Millionen von Soldaten und Kämpfern gestorben sind.

Es erwarten euch nicht nur Hauptmissionen, sondern auch dutzende Nebenquests, Aussichtspunkte, einzusammelnde Gegenstände, Gräber, Höhlen, Pyramiden, Sternenbilder, Tiere und Co, die alle nur darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Ein Spielspaß von locker 35-50 Stunden sollte möglich sein, sofern ihr alles entdeckt.

In Origins spielt ihr Bayek, Bayek von Siwa. Der letzte der Medjay. Diese sind mitunter die Hüter und das Herz der Wüste. Das Erkennungszeichen der Medjays ist das allsehende Auge des Horus, dies wird auch ersichtlich in den Abschnitten mit Kleopatra. Da er jedoch der letzte seiner Art ist, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, eher für seine Mitmenschen da zu sein, anstatt dem Pharao bedingungslos zu gehorchen und in seinem Interesse zu handeln. Bayek erinnert in gewisser Hinsicht tatsächlich an vorherige Protagonisten wie Ezio oder aber Connor / Ratonhnhaké:ton.

Gerne würden wir euch etwas mehr über die Story erzählen doch gleichzeitig wollen wir keinem vorenthalten, was passieren wird. Wir können nur so viel sagen, dass es sich lohnen wird. Bereits nach wenigen Stunden entsteht ein enormes Suchtpotenzial für das Spiel. Wer hätte es gedacht, Ubisoft hat es noch drauf und hat mit Origins eines bewiesen – die Serie ist noch lange nicht gestorben.

Technik

Technisch gesehen ist der Titel sehr solide. Wir haben uns für einen Test auf Sony’s Playstation 4 entschieden und haben zugleich auf der regulären PS4 getestet. Denn wenn es da läuft, sollte es auf Slim oder Pro Modellen zu keinen Komplikationen kommen, selbst wenn im Netz sehr vieles zum Thema Bugs und Hänger steht. Wir selbst hatten zu Beginn tatsächlich ein Problem, denn das Spiel stürzte kontinuierlich im ersten Ladescreen ab. Ebenfalls erschüttert waren wir vom Support, der uns den Tipp gegeben hat, das Lan Kabel mitunter zu ziehen. Obwohl wir betonten, dass jedes andere Spiel läuft, kamen wir nicht über diesen Stand heraus. Spaßeshalber haben wir dann die Konsole eine Nacht vom Strom abgezogen und die Datenbank erneut aufgebaut, danach ging es. Macht euch also keinen Kopf, falls es abstürzt. Deinstalliert den Titel, löscht den lokalen Save (speichert diesen zuvor in der Cloud), installiert das Spiel erneut inkl. Patch und ladet dann den Speicherstand herunter. Normalerweise sollte das Spiel nun starten.

Nach nun einigen Stunden haben wir auf der originalen PS4 500GB keine Hänger mitbekommen. Wir gehen jedoch davon aus, dass der Publisher in der kommenden Zeit mehrere Updates herausbringt, da einige tatsächlich Framedrops mit der PS4 Pro haben. Hier muss unbedingt noch optimiert werden. Doch wer Ubisoft kennt, weiß – dass etwas kommen wird. Wir erinnern uns hierbei gerne an Assassin’s Creed 4 Black Flag, welches nach einiger Zeit noch einen 108p PS4 oder 900p XboxOne Patch nachgeschoben bekommen hat, nachdem man mit den Konsolen besser umgehen konnte. Gebt den Jungs und Mädels hier noch etwas Zeit.

Was uns jedoch sehr gut gefallen hat, ist die Option verschiedene Sprachen zu nutzen. Standardmäßig ist Englisch als Ausgabesprache eingestellt, doch der Spieler hat hier oder auch später die Gelegenheit, seinen Favoriten zu laden und zu installieren. Ihr werdet lachen, jedoch ist die deutsche Synchronisation nicht annähernd so mies wie erwartet. Klar könnte es bessere Synchronsprecher geben, aber der Großteil der Charaktere wurde gut stimmlich umgesetzt.

Fazit

Endlich ein Assassin’s Creed, welches seinem Namen alle Ehre macht. Endlich wieder stunden vor der Konsole, dem PC und dem TV sitzen und genüsslich zocken. Wir können nicht anders, als Spielern und Fans der Reihe den Titel zu empfehlen. Es lohnt sich. Für den PC gibt es das Spiel ab ca. 44 Euro und auf Konsolen für rund 56 Euro. Wir geben dem Titel solide 8,7 von 10 Punkten. Abzüge gibt es für die teils fehlende Option von stärkeren Konsolen und mancher Glitches, die auftreten. Erkennbar sind diese besonders gut beim Tauchen, während ihr beim Auftauchen vermehrt X drückt. Es sieht aus als ob er im Wasser hängt und wie ein Fisch zappelt.

Hinweis: Der Titel wurde von uns selber erworben, es handelt sich nicht um ein zugeschicktes Spiel. Die Review wurde vom Autor Christian Rahn geschrieben, welcher seine Eindrücke niederschreibt.

Assassin's Creed Origins - USK 16

Assassin's Creed Origins - USK 16
8.7

Story

8.3 /10

Grafik / Graphic

8.7 /10

Vielseitigkeit / Versatile

9.1 /10

Pros

  • Nebenmissionen vorhanden / Bunch of sidequests
  • Eine gute Story / Good Story

Cons

  • Ladezeiten / Loading Game time is to big
  • Teils unübersichtliche Karte / Sometimes the map shows too much content
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